Jeder der eine Immobilie besitzt, muss im Grundbuch eingetragen sein. Allerdings wissen die wenigsten Hauseigentümer, warum die Einträge so wichtig sind. Fehlinformationen können nämlich verheerende Folgen nach sich ziehen. Daher ist es wichtig diese zu verstehen und richtig zu nutzen um später keine bösen Überraschungen zu erleben. In unserer 3-teiligen Serie zum Grundbuchauszug, haben wir alles Wissenswerte für Sie zusammengefasst.

von Johanna Böhnke

Der erste Teil dieser Reihe hat sich mit dem Fall der Scheidung beschäftigt. Am Ende musste das getrennte Paar das Haus verkaufen. Erworben hat es eine alleinstehende Frau mit zwei fast erwachsenen Kindern. Springen wir nun ein paar Jahre in die Zukunft: Die neue Eigentümerin ist verstorben und ein Testament hat sie nicht aufgesetzt. Da sie unverheiratet blieb erben ihre Kinder zu gleichen Teilen. Das gilt auch für die Immobilie. Während nun die Tochter gerne in das Haus ihrer Mutter einziehen möchte, will ihr Bruder seinen Anteil lieber verkaufen.

Die Erbengemeinschaft

Nun möchte man glauben, der Sohn kann seiner Schwester seinen Anteil ganz einfach verkaufen, doch so simpel ist das nicht. Denn die beiden Erben bilden zunächst eine Erbengemeinschaft, die nur gemeinsam über das Haus verfügen kann. Um das zu ändern, müssen die beiden einen Auflösungsvertrag bzw. Erbauseinandersetzungsvertrag aufsetzen und diesen notariell beglaubigen lassen.

Die Erbauseinandersetzung

In diesem Vertrag wird festgelegt, mit welcher Summe die Erbin des Hauses ihren Bruder auszahlen muss. Hierfür ist es wichtig, den Wert der Immobilie zu kennen. Den lassen die beiden von einem Immobilienexperten ermitteln. Dabei müssen auch alle Schulden bzw. Hypotheken einbezogen werden, die noch abzuzahlen sind. Denn auch das ist im Grundbuch hinterlegt und wird an den neuen Besitzer weitervererbt. Das Haus ist in unserem Beispiel der einzige wertvolle Teil des Erbes, da die Mutter über keine großen Summen an Geld oder andere wertvolle Besitztümer verfügte. Wäre das der Fall gewesen, hätten ihre beiden Erben sich auch dazu entschließen können, die verschiedenen Besitztümer im Erbauseinandersetzungsvertrag untereinander aufzuteilen.

Die Änderung des Grundbucheintrags

Die Tochter kann den angemessenen Betrag aufbringen. Doch bevor sie zur alleinigen Eigentümerin des Hauses wird, muss sie den Grundbucheintrag ändern lassen. Dort ist nach wie vor die verstorbene Mutter als Eigentümerin eingetragen. Um den Grundbucheintrag kostenfrei zu ändern, haben Erben in Deutschland zwei Jahre lang Zeit. Eine spätere Änderung ist möglich, aber kostenpflichtig. Damit diese Änderung vorgenommen werden kann, muss der Erbanspruch nachgewiesen werden. Dafür lassen sich die Erben einen Erbschein ausstellen. In Fällen wo ein Testament vorliegt, gilt auch dieses als Legitimation – vorausgesetzt der Besitzanspruch geht daraus klar hervor. In unserem Szenario wird die neue Besitzerin außerdem den Auflösungsvertrag vorlegen, um sich alleine in das Grundbuch eintragen zu lassen.

Sie haben ein Haus geerbt und wollen es gerne verkaufen? Kontaktieren Sie uns jetzt, wir stehen Ihnen gerne zur Seite.

Foto: © sasun1990

 

Die Schrankwand im Wohnzimmer voller Fotos und Erinnerungen, der große Esstisch in der Küche, an dem Sonntags die ganze Familie zusammenkommt und die geräumige Eck-Couch, auf der Sie so viele Abende verbracht haben: Wenn Sie sich im Alter entscheiden, das eigene Haus gegen eine altersgerechte Wohnung zu tauschen, können Sie die meisten Möbel, die Sie Jahrzehnte lang begleitet haben, nicht mitnehmen. Was aber passiert damit? Wir haben vier Möglichkeiten zusammengefasst und erklären, worauf es dabei ankommt.

Möbel verkaufen, aber richtig

In Ihrem Haus befindet sich sicherlich das eine oder andere Möbelstück, für das Sie beim Verkauf noch viel Geld bekommen können. Mit etwas Glück, können Sie in einem Antiquariat sogar mehr verlangen, als Sie ursprünglich gezahlt haben. Doch den richtigen Käufer zu finden, ist gar nicht so einfach. Online können Sie Ihre Möbel zum Beispiel über eBay Kleinanzeigen verkaufen. Hierfür ist es wichtig sich etwas Zeit zu nehmen: Sie müssen Fotos machen, Ihre Möbel auf der Seite inserieren und warten bis sich ein Käufer findet.

Für die Fotos brauchen Sie keine professionelle Fotokamera: Handyfotos reichen vollkommen aus. Dabei sollten Sie bloß darauf achten, bei gutem Licht zu fotografieren und ihre Möbel möglichst ordentlich und frei von Deko in Szene zu setzen, damit Interessenten genau erkennen, was sie bekommen.  Zwar ist es verlockend, einfach alle Möbel als Paket anzubieten und sich so Zeit zu sparen. Tatsächlich finden Sie jedoch leichter Käufer und bekommen einen höheren Preis heraus, wenn Sie alle Möbel einzeln anbieten.

Die Alternative ist ein Trödelhändler. Der kommt zu Ihnen nach Hause und spart Ihnen somit Zeit, wird aber höchstwahrscheinlich versuchen, Sie so weit wie möglich herunterzuhandeln. Informieren Sie sich außerdem unbedingt im Vorab, ob es sich um einen seriösen Händler handelt, schließlich lassen Sie hier einen Fremden in Ihr­­­­ Haus.

Möbel verschenken, spenden und in guten Händen wissen

Sie wollen selbst keinen Gewinn mehr machen, aber Ihre Schätze trotzdem in guten Händen wissen? Dann bietet es sich an, sie zu verschenken oder zu spenden. Fragen Sie im Bekanntenkreis nach, ob jemand Interesse hat oder wenden Sie sich direkt an eine Spendenorganisation. Informationen über Organisationen in Ihrer Stadt finden Sie zum Beispiel beim DRK oder bei der Agentur für Arbeit. Und auch hier gibt es die Möglichkeit die Möbel online über Plattformen wie eBay Kleinanzeigen einzustellen und zu verschenken. Eine Alternative sind Flohmarkt-Facebook-Gruppen. Die gibt es lokal in den meisten Städten.

Scheuen Sie sich dabei nicht, auch Möbelstücke einzustellen, die nicht mehr im perfekten Zustand sind. Was für Sie wertlos erscheint, kann für andere ein wahrer Schatz sein. Viele junge Leute kaufen gezielt antike Möbel, um sie durch Bastelaktionen aufzuwerten und ihnen einen modernen Flair zu verleihen. Dieser Trend nennt sich „Upcycling“. Um gezielt Leute anzulocken, die sich dafür interessieren, können Sie den Begriff „Upcycling“ direkt in der Beschreibung Ihrer Möbel verwenden.

Win-Win für alle: Entrümplung den neuen Käufern überlassen

Beim Hausverkauf können Sie natürlich auch im Kaufvertrag eine Einigung mit den Käufern treffen: Sie überlassen den neuen Besitzern die Möbel. Die entscheiden nun selbst, welche davon sie behalten wollen. Bei dem Rest kümmern sie sich selbstständig um die Entsorgung. So profitieren beide Seiten: Ihre Käufer erhalten kostenlos neue Möbel und sie selbst haben keinen Stress bei der Entsorgung. Sollten Ihre Möbel in keinem guten Zustand mehr sein, können Sie alternativ auch einen verringerten Kaufpreis anbieten, wenn die neuen Bewohner sich um die Entrümplung kümmern.

Schnell und einfach: Entsorgung durch das Umzugsunternehmen

Machen sie Ihren Umzug nicht alleine, sondern haben dafür ein Unternehmen beauftragt? Dann scheuen Sie sich nicht zu fragen, ob dieses auch die Entsorgung alter Möbel für Sie übernimmt. Viele Umzugsunternehmen bieten diesen Service an und verkaufen Ihre Möbel entweder weiter oder bringen Sie für eine Gebühr zum Recycling-Hof. So sparen sie sich zwar nicht die Entsorgungskosten, können aber direkt alles an einem Tag erledigen und haben selbst keinen Aufwand.

Sie wollen Ihr Haus verkaufen und sind sich noch nicht sicher, was Sie mit Ihren Möbeln machen können? Wir beraten sie gerne über Ihre individuellen Möglichkeiten.

Foto: © cookelma

Nachbarn können ziemlich nervig sein – und das selbst noch, wenn Sie bereits ausziehen und Ihre Wohnung verkaufen wollen. Denn je nach Vereinbarung können sie Ihnen laut Wohnungseigentumsgesetz (WEG) auch bei der Käufersuche einen Strich durch die Rechnung machen. Doch wie verkaufen Sie Ihre Wohnung ganz ohne Stress?

Die Regelung, die für Sie problematisch werden könnte, nennt sich Veräußerungsbeschränkung. In vielen Eigentümergemeinschaften sind Sie davon jedoch gar nicht betroffen. Ein Blick in die Gemeinschaftsordnung oder das Grundbuch lohnt sich. Dort muss eine Veräußerungsbeschränkung nach § 12 WEG nämlich festgehalten werden. Wenn das nicht der Fall ist, können Ihre Nachbarn sich noch so sehr über Ihre Kaufinteressenten beschweren – ein Mitspracherecht haben Sie nicht. Das gilt auch, wenn diese Einschränkung nur in der Gemeinschaftsordnung steht. Erst durch den Eintrag ins Grundbuch wird die Veräußerungsbeschränkung rechtskräftig.

Sollte das der Fall sein, ist die Zustimmung der restlichen Eigentümer bei einem Verkauf unerlässlich. Erst wenn dies vorliegt, ist der Vertrag, den Sie mit Ihrem Käufer abschließen auch tatsächlich wirksam. Der § 12 WEG dient nämlich dem Zweck, den restlichen Eigentümern die Möglichkeit zu geben, den Kauf einer Wohnung durch einen als problematisch eingestuften Interessenten zu verhindern.

Aber keine Angst: Ihr spießiger Nachbar, dem sowohl Familien mit Kindern als auch Singles, die ständig Partys feiern, zu laut sind, kann nicht grundlos jeden Interessenten ablehnen. Um vom § 12 WEG Gebrauch zu machen, muss nämlich ein einschlägiger Grund vorliegen. Außerdem ist die Meinung eines einzelnen Nachbarn meist auch nicht ausschlaggebend für den Entscheid. Es gibt insgesamt drei verschiedene Verfahren, wie die Eigentümergemeinschaft über den Verkauf entscheiden kann. Welches davon zutrifft, sollte ebenfalls im Grundbuch festgehalten sein.

  1. Alle Mitglieder entscheiden über den Verkauf
  2. Eine Mehrheitsentscheidung entscheidet über den Verkauf
  3. Nur die Hausverwaltung entscheidet über den Verkauf

Bevor Sie mit dem Verkaufsprozess Ihrer Wohnung beginnen, empfiehlt es sich zu prüfen, ob Sie von einer Veräußerungsbeschränkung betroffen sind und wie über diese entschieden wird. Sonst können Sie spätestens beim Notartermin eine böse Überraschung erleben. Es empfiehlt sich daher, einen Immobilienexperten mit dem Verkauf Ihrer Wohnung zu betreuen. So haben Sie jemanden, der sich rechtlich auskennt und Ihnen bei der Auswahl des richtigen Käufers hilft. Denn wenn Sie einen passenden Kaufinteressenten finden, wird es den restlichen Eigentümern schwerfallen stichhaltige Argumente gegen den Verkauf zu finden.

Sie wollen Ihre Wohnung im Mehrfamilienhaus verkaufen und dabei keinen Fehler machen? Kontaktieren Sie uns jetzt. Wir stehen Ihnen jederzeit zur Seite.

Foto: © vicnt

Eine Ferienwohnung an der Ostsee oder doch lieber in Südfrankreich? Ein Wohnmobil macht beides möglich. Immer mehr Deutsche setzen auf das Wohnmobil, sagt Horst Spiertz. Im Interview verrät der Inhaber des Reisemobil-Handels Auto & Freizeit, warum die Mobile eine Alternative zur Ferienwohnung werden.

Johanna Böhnke

Was fasziniert Menschen an Reisemobilen?

Sie geben ein Stück Freiheit.  Der Urlaub wird zum kleinen Abenteuer: Sie können ihren Urlaub frei gestalten und das vor allem auch vom Zeitpunkt. Ein Hamburger etwa kann am Freitag spontan entscheiden, am Wochenende an die See zu fahren. Das Reisemobil steht vor der Tür, er muss nur schnell packen und kann losfahren.

Worauf legen Kunden beim Kauf eines Wohnmobils besonders wert?

Besonders wichtig ist es, ein komplett ausgestattetes Fahrzeug zu haben. Das hat sich in den letzten Jahren so entwickelt: Heute muss das Fahrzeug schon mehrere Features haben, damit der Kunde es überhaupt kauft. Es muss alles dabei sein vom Kochbereich bis zur Wellnessdusche. Außerdem sollten der Dusch- und Toilettenbereich getrennt sein und auch auf den Schlafkomfort wird viel Wert gelegt.

Die Ausstattung der Wohnmobile geht bis in den Luxusbereich. Sind sie mittlerweile auch für Leute, die keinen klassischen Campingurlaub wollen eine Alternative zur Ferienwohnung?

Ich würde sagen, ja. Wir vertreiben zwar nicht den absoluten Luxusbereich von 250.000 Euro aufwärts, sondern enden bei einer Preisklasse um die 150.000 Euro, aber schon in diesem Segment sind die Fahrzeuge bis zu neun Meter lang und so aufgebaut, dass sich das Gefühl ergibt, einen Rückzugsort zu haben. Da ist es auch mal möglich, die Tür hinter sich zu schließen.

Was war das außergewöhnlichste Wohnmobil, das sie bisher gesehen haben?

Was mich immer wieder fasziniert sind die Mobilie von Vario. Das ist ein Ausbauer im Luxusbereich, bei dem der Kunde sein Fahrzeug bis ins kleinste Detail individuell ausstatten kann. Die Modelle werden auf einem LKW-Gestell gebaut. Da ist dann unten noch eine Garage für das Cabrio drin. Mich beeindruckt daran, dass diese Fahrzeuge teilweise acht- oder neunhunderttausend Euro kosten und man es trotzdem schafft, sie zu vermarkten.

Sie sind auch im Ausland aktiv. Inwieweit untrescheidet sich der Markt für Wohnmobile in Ländern wie Norwegen oder Korea von dem in Deutschland?

Korea ist ein ganz junger Markt. Da gibt es dieses Camping-Konzept noch gar nicht so lange. Wir sind jetzt seit fünf Jahren dort und zu der Zeit hat man tatsächlich gerade erst mit der Entwicklung von Campingplätzen begonnen. Dort gibt es außerdem keine Reisemobile, sondern nur Wohnwagen. Denn von Deutschland können wir momentan kein Mobil nach Korea einführen, weil die Abgasnorm eine andere ist. Die sind da tatsächlich schon viel weiter. Norwegen ist wiederum ein ganz anderer Markt. Es ist ein sehr reiches Land, deshalb gehen da fast nur Fahrzeuge mit einer Highend-Ausstattung. Der Norweger legt sehr viel Wert auf Luxus und gehobene Qualität.

Wie sieht die Wertentwicklung von Wohnmobilen aus? Lohnt es sich eher ein neues oder ein bereits gebrauchtes Mobil zu kaufen?

Die Wertentwicklung ist bei Reisemobilen zum Glück anders als bei Autos. Das liegt auch an der individuellen Austattung. Wenn Sie ein Wohnmobil nach einem Jahr wieder abgeben wollen, ist der Wertverlust da nicht so dramatisch und das wird mit den Jahren noch deutlich weniger. Wenn Sie nach fünf Jahren ein Wohnmobil zurückgeben wollen oder sich ein neues kaufen, dann stellen Sie fest, dass der Wertverfall total gering ist. Das hat natürlich auch mit dem Markt zu tun. Der Gebrauchtwagenmarkt ist wie leer gefegt und dadurch ist der Wert auch ziemlich stabil. Da lohnt es sich schon, in einen Neuwagen zu investieren.

Sie wollen Ihre Ferienwohnung gerne gegen die Freiheit eines Wohnmobils tauschen? Wir beraten Sie gerne und unterstützen Sie beim Verkauf.

Foto: ©cookelma

Jeder der eine Immobilie besitzt, muss im Grundbuch eingetragen sein. Allerdings wissen die wenigsten Hauseigentümer, warum die Einträge so wichtig sind. Fehlinformationen können nämlich verheerende Folgen nach sich ziehen. Daher ist es wichtig diese zu verstehen und richtig zu nutzen um später keine bösen Überraschungen zu erleben. In unserer 3-teiligen Serie zum Grundbuchauszug, haben wir alles Wissenswerte für Sie zusammengefasst.

Johanna Böhnke

Folgendes Szenario: Ein frisch verheiratetes Pärchen kauft sich eine Eigentumsimmobilie. Laut Gesetz müssen sich die neuen Eigentümer nach der notariellen Beurkundung vom Kaufvertrag auch in das Grundbuch eintragen lassen. Doch wer gilt eigentlich bei einem Ehepaar als Hausbesitzer? Spätestens im Falle einer Scheidung wird diese Eintragung nämlich bedeutend. Anwälte empfehlen grundsätzlich, dass sich beide Partner als Eigentümer eintragen lassen.

Dabei bedeutet die gemeinsame Eintragung nicht immer eine 50/50-Verteilung des Eigentums. In unserem Szenario hat die Ehefrau gerade eine hohe Summe von ihren Großeltern geerbt, die zu großen Teilen zur Finanzierung des Hauses genutzt wird. Ihr Ehemann beteiligt sich lediglich mit einem kleinen Beitrag. Die beiden entscheiden sich trotzdem dafür, zu gleichen Teilen als Besitzer ins Grundbuch eingetragen zu werden. Dass sie sich jemals scheiden lassen, halten sie zu diesem Zeitpunkt für unmöglich.

Die Scheidung

12 Jahre später ist es dann doch so weit. Die Ehe kriselt und es kommt zur Scheidung. Die Ehefrau möchte zusammen mit der gemeinsamen Tochter im Eigenheim wohnen bleiben und dieses übernehmen. Ihr Ex-Partner soll als Besitzer aus dem Grundbuch ausgetragen werden. Obwohl Sie beim Kauf des Hauses mehr gezahlt hat, stehen ihm nun 50 Prozent des Hauswertes zu.

Die Übertragung

Um den aktuellen Wert des Hauses zu ermitteln, beauftragen die beiden einen Gutachter. Der stellt fest, dass der Hauswert mittlerweile gestiegen ist. Der Wertausgleich, den die Frau ihrem Ex-Partner zahlen muss ist dementsprechend hoch. Für die Ehefrau ist das sehr ärgerlich. Sie bereut beim Hauskauf nicht auf unterschiedliche Eigentumsverhältnisse bestanden zu haben.

Eine 2/3-tel Lösung wäre für sie am günstigsten ausgefallen. Denn auch wenn sie sich von vornherein als Alleineigentümerin eintragen lassen hätte, hätte sie ihrem Mann einen fünfzigprozentigen Zugewinnausgleich zahlen müssen. Einen Ehevertrag haben die beiden wie die meisten Paare in Deutschland nämlich nicht abgeschlossen.

Der Verkauf

Die Ehefrau kalkuliert ihre Möglichkeiten durch und stellt fest, dass sie sich die Unterhaltungskosten für das Haus nicht alleine leisten kann, wenn sie ihren Ex-Mann gleichzeitig mit einer so hohen Summe auszahlen muss. Die beiden überlegen, welche anderen Möglichkeiten sie haben. Eine Teilung der Immobilie in zwei eigenständige Wohneinheiten, von denen jeder eine behält, ist durch den Schnitt des Hauses nicht möglich.

Die beiden überlegen kurz, die Immobilie zu vermieten und sich die Mieteinnahmen zu teilen, entscheiden sich dann jedoch dafür, das Haus zu verkaufen und so weitere Streitigkeiten zu verhindern. Für den Verkauf der Immobilie engagieren die beiden einen Makler, der ihnen bei der Suche nach einem neuen Besitzer hilft und es schafft einen Preis auszuhandeln, der noch über der Werteinschätzung des Gutachters liegt. Der Gewinn wird zwischen den beiden Ex-Partnern aufgeteilt.

Die Änderung des Grundbucheintrags

Die beiden setzen mit dem neuen Eigentümer einen Kaufvertrag auf, den sie sich notariell beurkunden lassen. Anschließend wird eine Grundbuchänderung beantragt und die beiden werden als Eigentümer ausgetragen. Bei der neuen Käuferin handelt es sich um eine alleinerziehende Mutter mit zwei fast erwachsenen Kindern. Sie wird alleine ins Grundbuch eingetragen und hat nicht zu befürchten, im Falle einer Scheidung das Haus zu verlieren.

Sie sind sich nicht sicher, ob Sie ihr Haus nach einer Trennung verkaufen sollen? Wir beraten Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten.

Foto: ©Mukhina1

Besonders große Anwesen, Neubauprojekte oder Gewerbeimmobilien lassen sich durch ihre umfangreiche Größe am besten in der Vogelperspektive erfassen. Für die Vermarktung können daher Drohnenaufnahmen gut eingesetzt werden. Christian Grundner, CEO der „Drone Brothers“ erläutert im Interview wie Inhaber von Spezialimmobilien Drohnen clever zum Verkauf verwenden können.

Interview von Julia Ceitlina

 

Wir haben ja in Deutschland im Moment eher keinen Engpass beim Verkaufen. Was bringen dann Drohnenaufnahmen?

 

Das ist sicherlich richtig, aber gerade für größere Projekte und eine überregionale Vermarktung bringen Luftaufnahmen einen deutlichen Mehrwert zu vergleichsweise geringen Kosten. Und trotzdem sehen wir immer wieder auch Beispiele wo sich eine Immobilie erst durch entsprechendes, professionelles Bildmaterial gut verkauft. Vor allem in weniger gehypten Lagen, die trotzdem viel zu bieten haben.

 

Wie ist die derzeitige Gesetzeslage? Kann ich mit einer Minidrohne nicht heute schon selber prima Bilder machen?

 

Die Gesetzeslage hat sich deutlich verschärft. Eine Regulierung ist sicherlich richtig und wichtig, über das Wie kann man diskutieren und es ist für professionelle Anwender nicht ganz optimal gelaufen. Trotzdem haben sich die Prozesse bei den Behörden mittlerweile eingefahren. Es gibt Ansprechpartner die Bescheid wissen und für professionelle Anbieter wurde Vieles im Nachgang in der konkreten Umsetzung der Gesetze vereinfacht. Die am Markt verfügbaren Drohnen werden immer kleiner, günstiger und leistungsfähiger.

 

Was können Sie Immobilieneigentümern empfehlen, wie sie den Service richtig anwenden?

Zum einen lässt sich das Bild und Videomaterial gut in diversen Immobilienportalen einbinden und man kann so aus der Masse herausstechen. Für größere Projekte lohnt sich sicher auch eine eigene Projektwebsite mit dem erstellten Bildmaterial und gegebenfalls Videos. Sofern ein 360° Rundgang für den Innenbereich geplant ist, kann ein Drohnenfoto oder sogar Kugelpanorama als Ausgangspunkt für den virtuellen Rundgang genutzt werden.

 

Kann man auch was falsch machen?

 

Vor allem sollte man sich an die rechtlichen Vorgaben halten und nicht einfach drauf losfliegen. Die Drohnentechnik ist in den letzten Jahren deutlich einfacher in der Handhabung geworden, allerdings bleibt es ein komplexes Fluggerät und Risiken lassen sich auch durch Assistenzsysteme nie komplett ausschließen. Ein intensives Studium des Handbuchs und ein paar Übungsflüge im freien Gelände sind auf jeden Fall notwendig. Sollten Sondergenehmigungen nötig sein, ist meist auch ein Drohnenführerschein Voraussetzung.

Auf jeden Fall ist die Nachbearbeitung von 360° Fotos und Videos oder die Einbettung von 3D Modellen in Fotos eine Sache für den Profi, denn hier kann sehr schnell sehr viel Zeit verloren gehen und spezialisierte Anbieter liefern super Ergebnisse zu vertretbarem Aufwand.

Das spricht doch sehr dafür, bei solchen Luftaufnahmen einen Makler einzuschalten, der entweder selber fliegt oder einen Experten kennt, der das übernehmen kann. Vielen Dank für das Gespräch.

 

Mehr Informationen zu den Drohnenbrüdern: https://www.dronebrothers.de/

 

 Sie möchten eine Spezialimmobilie verkaufen und glauben, Sie könnten  von Drohnenaufnahmen profitieren? Wir beraten Sie gerne.

 

Wer als Immobilieneigentümer wegen eines beruflichen Wechsels in eine andere Stadt ziehen muss, hat meistens Stress pur. Was passiert mit der alten Immobilie und wie findet man auf die Schnelle ein neues Zuhause in der Nähe des zukünftigen Arbeitsplatzes? Ein Immobilienexperte vor Ort kann in so einem Fall am besten helfen. Bei einem Profimakler können Sie meist einen Suchauftrag abgeben und werden exklusiv informiert, wenn passende Immobilien reinkommen.

Von Julia Ceitlina

Das Szenario: Sie haben eine Jobzusage bei einem Unternehmen bekommen, wo Sie schon immer arbeiten wollten. Allerdings: Der neue Arbeitsplatz befindet sich in einer Stadt am anderen Ende Deutschlands. Druck kommt auf, denn Sie hängen zwischen den Stühlen. Die alte Immobilie muss möglichst schnell entweder verkauft oder vermietet werden. Aber bevor das angegangen werden kann, sollte sicher gestellt sein, dass am neuen Ort schon eine neue Immobilie gefunden ist. Das ist aus der Entfernung gar nicht so einfach. Am besten lösen Sie das, wenn Sie Immobilienmakler in die Spur schicken, etwas für Sie zu finden. Bei den meisten Profimaklern ist das auf der Webseite problemlos möglich. Stellen Sie dort einen Suchauftrag ein und erhalten Sie Immobilienangebote, bevor sie in den Portalen eingestellt werden. Denn dort zu suchen, ist derzeit meist hoffnungslos. Exklusive Angebote von Maklern erhöhen die Chance, schnell eine neue Adresse zu finden.

Vermieten oder Verkaufen?

Und die alte Immobilie? Nicht jeder Eigentümer, der wegzieht, will seinen Besitz auch für immer loswerden. Vielleicht will sich der Eigentümer ein Türchen offen halten für eine mögliche Rückkehr. In den meisten Fällen lässt sich aber der Verkauf oder die Vermietung nicht vermeiden, insbesondere dann, wenn an neuer Adresse eine Immobilie finanziert werden muss und Eigenkapital benötigt wird.

Auch hier kann ein lokaler Experte Ihnen helfen. Denn die schnelle Vermarktung der alten Immobilie verschafft Ihnen Luft und Zeit, sich auf den Umzug zu konzentrieren.

Inserieren und Vermarkten

Ob Verkaufen oder Vermieten — in beiden Fällen muss ein Preis ermittelt werden, der marktgerecht ist und zu einer kurzen Vermarktungsdauer führt. Die Verhandlungen überlassen Sie am besten einem erfahrenen Immobilienmakler. Er wird Ihnen nicht nur dabei helfen, das Objekt schnell zu vermarkten, sondern auch den besten Preis für Sie erzielen. Und bei der Vermietung? Hier wäre zu klären, ob Sie Ihr Zuhause dem Nachmieter mit oder ohne Mobiliar überlassen möchten und vor allem auch, welche Vorteile das für Sie haben wird.

Zeitmanagement

Wenn es um so einen wichtigen Schritt wie den Umzug geht, ist Zeitmanagement das A und O. Wenn Sie Ihre Immobilie vermarkten, kann das Timing zu einer heiklen Angelegenheit werden. Die Immobilie ist womöglich schon verkauft, aber in ihr neues Heim kann womöglich noch nicht eingezogen werden. Auch hier kann Ihnen ein Makler bei der Vermittlung und Sonderregelungen helfen. Wenn der neue Besitzer nicht sofort einziehen muss, kann vielleicht eine Übergangsphase definiert werden, in der Sie noch in der alten Immobilie wohnen bleiben können. Das sollte am besten schon im Kaufvertrag rechtssicher verankert werden.

Sie stehen aktuell kurz vor dem Umzug in eine andere Stadt und wissen nicht was Sie mit Ihrer Immobilie machen sollen?

Sie sind auf der Suche nach einem neuen Zuhause?

Gerne helfen wir Ihnen dabei.

Der Angebotspreis einer Immobilie ist nicht der Preis, zu der die Immobilie am Ende auch verkauft wird. Der Preis ergibt sich aus dem, was Verkäufer und Käufer aushandeln. Wohl dem, der auf einen guten Immobilienmakler vertrauen kann. Denn das optimale Verhandeln liegt nicht jedem. Schnell kommt es zu Emotionen und fadenscheinigen Argumenten. Für den Immobilienmakler hingegen gehört das Verhandeln zum alltäglichen Geschäft. Er bringt jahrelange Erfahrung ein und kann auf Einwände kompetent reagieren. Drei typische Beispiele haben wir Ihnen hier zusammengefasst.

1. Aus dem Garten sollte lieber ein Stellplatz werden

Wer einen Garten besitzt, weiß wieviel Zeit und Aufwand die Pflege so einer Grünanlage kosten kann. Umso schlimmer ist es, wenn ein potentieller Käufer bei der Hausbesichtigung das liebevoll gezüchtete Rosenbeet schlecht redet. „Das Beet ist hässlich, das Ganze sollte lieber zu einem Stellplatz werden.“ Natürlich kann der Käufer nach dem Kauf tun, was ihm beliebt. Eine solche Bemerkung ist dennoch ungeschickt, wenn sie zum Abbruch der Verhandlung führt. Der Immobilienmakler ist hier als Mittler perfekt. Denn er kann zwischen den Emotionen, Geschmäckern und Perspektiven als neutrale Instanz vermitteln. Können die Vorstellungen des Kaufinteressenten überhaupt umgesetzt werden und wie hoch wäre der Aufwand?

2. Das Bad: Unzufrieden mit den Fliesen

Bei den Fliesen geht es oft um Geschmack. Und den teilen nicht alle. Die Fliesen aus Italien, die der Verkäufer wunderschön findet und mit dem er Urlaubserinnerungen verknüpft, können für eine fremde Person schlicht grässlich wirken. Ähnlich verhält es sich mit dem Zustand von Fliesen. Zum Beispiel, wenn die Fugen nicht mehr picobello sind. Käufer neigen dazu, Mängel überzubewerten. Wenn der Käufer sich aufgrund des Abnutzungszustands neue Fliesen wünscht und behauptet, dass ihn die Verlegung von neuen Fliesen 5.000 Euro kosten würde, kann ein Immobilienmakler aufgrund seiner Erfahrung einerseits einschätzen, ob der Aufwand realisitisch ist. Andererseits wird eine Einigung wahrscheinlicher, wenn die Sanierungsmaßnahme zu einer Wohnwertverbesserung führt. Übernimmt oder beteiligt sich der Verkäufer an einer Sanierung, muss weniger Preis nachgelassen werden. Immobilienmakler können in ihrer Rolle als Vermittler oft eine Win-Win-Situation herstellen.

3. Elektronik

Ein weiterer Grund für Mängel oder Kritik am Objekt ist — man höre und staune — der Sicherungskasten. Häuser aus den 70er oder 80er Jahren verfügen meist nicht über einen Personenschutzschalter, der inzwischen aber seit vielen Jahren vorgeschrieben ist und sich in jedem Sicherungskasten befinden muss.

Wenn Kaufinteressenten darauf aufmerksam werden, wird gerne damit argumentiert, dass alles durch einen Elektriker nachgerüstet werden muss, was ein großer Aufwand sei. Der Immobilienexperte ist auch auf solche Fälle vorbereitet und würde im Vorfeld der Besichtigung einen Elektriker zu Rate ziehen.

Wenn der potentielle Käufer dann also sagt: „Hier muss ja alles komplett neu gemacht werden“, kann der Makler ihm ein konkretes Angebot vom Elektriker vorlegen und auch sagen, was konkret gemacht werden muss. In diesem Beispiel würde das Nachrüsten vom Sicherheitsschrank circa 1.000 Euro kosten.

Fazit: Ein Immobilienmakler weiß aus jahrelanger Erfahrung, auf welche Problempunkte ein Kaufinteressent besonders schaut und kann in solchen Fällen die richtigen Worte finden und dafür sorgen, dass beide Parteien am Ende zufrieden sind.

Brauchen Sie Hilfe bei der Einwandanalyse vor dem Verkauf?

Kennen Sie die Mängel Ihrer Immobilie, auf die Interessenten Sie ansprechen werden?

Möchten Sie einen verhandlungssicheren Partner beim Verkauf Ihrer Immobilie?

Wir unterstützen Sie dabei.

Nicht nur die Mode ist von aktuellen Trends betroffen, sondern auch die Inneneinrichtung. Diesen Sommer beispielsweise geht es vor allem darum, die Urlaubsatmosphäre in die eigenen vier Wände zu bringen.  Joni Bruckus, Einrichtungsexperte und Inhaber des Onlinemöbelausstatters Casa Finest Living, hat sechs aktuelle Trends und Tipps für den Sommer für Sie zusammengefasst. 

 

  1. Accessoires: Edle Metalle

 

Bei den Accessoires lautet das Motto dieses Jahr: „Es ist sehr wohl alles Gold, was glänzt“. 2018 werden nämlich insbesondere Objekte aus Messing und Gold bevorzugt eingesetzt.

 

Ob nun der Spiegel an der Wand, Bilderrahmen in allen Formaten, Kerzenständer, Vasen oder Figuren in Goldtönen — Accessoires aus edlen Metallen dürfen dieses Jahr nicht fehlen, werten sofort jeden Raum optisch auf und erzeugen eine warme Atmosphäre. Bringen Sie im Nu etwas mehr Leben in Ihre Räume, beispielsweise mit einer hochwertigen Pendelleuchte, einer Wandleuchte oder einer Tischleuchte aus buntem Glas. Diesen Sommer darf alles ruhig etwas mehr schimmern und leuchten.

 

  1. Trendfarben: Rot und Violett

 

Im Sommer 2018 sind vor allem Erdtöne sowie Rottöne bis hin zu Violetttönen sehr beliebt. Eingesetzt werden die Farben entweder als Wandfarbe oder an modernen Sofas aus Leder und Sesseln aus Samt. Unser Tipp: Bei den Wänden nur eine Wand mit einer Akzentfarbe streichen, das erzeugt mehr Raumtiefe.

 

  1. Wohnzimmertrend: Es wird rund

 

Neben kantigen und eckigen Möbelstücken findet man nun mehr kreisförmige Accessoires im Wohnbereich.

 

Die Auswahl ist auch hier groß: Runde Spiegel, Beistelltische, Couchtische, oder kurzflor Teppiche aus Viskose. Runde Formen stehen nämlich für Energie und erzeugen ein Gemeinschaftsgefühl. Auch die luxuriöse Kombination aus Marmor, Keramik, Samt und buntem Glas ist dieses Jahr hoch im Kurs.

 

  1. Terrasse: Urlaubsfeeling Zuhause

 

In der Einrichtungsszene liegt der Fokus im Sommer 2018 darauf, die Urlaubsatmosphäre in das eigene Heim zu transportieren. Am besten gelingt es mit Rattanmöbeln, Schaukelkörben oder Hängematten. Gepaart mit sommerlichen Temperaturen und einem erfrischenden Drink, entsteht ein Gefühl wie auf der Karibik.

 

Ein tropisches Gefühl auf der Terasse erzeugen zudem große Pflanzen in auffälligen Kübeln. Auch goldene Elemente können gerne draußen eingesetzt werden und lassen sich gut mit Rattan- oder auch Holzmöbeln kombinieren.

 

  1. Schlafzimmertrend: Tropisch

 

Auch im Schlafzimmer darf es in diesem Sommer ruhig etwas tropisch sein. Goldfarbende Accessoires auf naturbelassenen Holzkommoden, dezente Textilien wie dekorative Kissen und Vorhänge in Pastell, gedeckte kräftige Wandfarben setzen Akzente im Schlafzimmer.

 

  1. Tapeten

 

Wer einen etwas kahl oder eintönig wirkenden Raum mit wenig Aufwand edler machen möchte, wagt sich an eine raffinierte Mustertapete. Dank frischer Materialien, wie strapazierfähigem Vlies mit Struktur, Glanz- und Metallic-Effekten oder aussagekräftigen Mustern, liegen Tapeten voll im Trend.

 

Wer es etwas natürlicher mag, verkleidet seine Wände mit effektvollen Tapeten in Beton-Optik, Holz oder Stein Paneelen.

 

Wollen Sie Ihre Immobilie vor dem Verkauf optimal in Szene setzen? gerne stehen wir Ihnen beratend zur Seite.      Foto:  Riflessi

 

 

 

 

 

 

 

 

Fern von zu Hause stürzte Gela Allmann bei einem Shooting in Island 800 Meter in die Tiefe. Sie hatte Glück im Unglück und konnte nach ihrer Reha ihrer Leidenschaft nachzugehen: dem Bergsport. Zu gemütlich macht es sich das Sportmodel also nicht. Trotzdem genießt Gela Allmann ihr Zuhause, legt bei der Einrichtung viel Wert auf Nachhaltigkeit und träumt von einem Eigentumshaus in den Alpen.

Interview von Julia Ceitlina

Hallo Frau Allmann, wie wohnen Sie derzeit?

Gela Allmann: Mit meinem Partner und meinem kleinen 4-jährigen Sohn in einem wunderschönen Häuschen mit Garten direkt in den Alpen, richtig schön idyllisch. Vorher habe ich zehn Jahre in der Stadt München gelebt.

Kommt es für Sie in Frage, sich eine Eigentumsimmobilie anzueignen?

Unbedingt! Ganz dringend sogar. Ich hatte schon einmal eine Eigentumsimmobilie und musste sie abgeben nach der Trennung mit meinem damaligen Partner. Aber derzeit sieht die Situation sehr schlecht aus in Oberbayern und es gibt hier einfach nichts.
Was ist Ihnen bei der Einrichtung wichtig?

Unsere Einrichtung sind viele nachhaltige Produkte und viele selbst geschreinerte Produkte. Viel aus Holz und vom Schreiner. Ich mag es nicht, fertige Dinge zu kaufen.

Was bedeutet Zuhause für Sie, wenn Sie ständig unterwegs sind?

Es gibt für mich nichts Schöneres, als nach Hause zu kommen. Es ist ganz wichtig, einen Ort zu haben, an dem man sich wirklich wohlfühlt und wo man Kraft tanken kann. Es muss ruhig und weich sein. Dann fühle ich mich wohl.

2014 hatten Sie einen schweren Schicksalsschlag erlitten als sie 800 Meter in die Tiefe stürzten. Trotzdem haben Sie dabei Ihr Ziel nicht aus den Augen verloren, wo viele Menschen wahrscheinlich aufgegeben hätten. Was hat Sie angetrieben?

Der Anspruch, den ich an mich selber habe, ist es, mich nicht hängen zu lassen. Es ist mein Leben und ich will daraus das Bestmögliche herausholen. Und das ist genau das, was es verbindet und was mich noch angetrieben hat neben meinem Willen, den ich als Sportlerin hatte. Wenn ich etwas anpacke, dann packe ich es mit 110% an. Wenn ich das nämlich nicht tue, werde ich es später nur bereuen. Zudem hatte ich einfach ein unglaublich starkes Umfeld. Meine Familie und mein damaliger Freund haben mich sehr unterstützt. Außerdem hatte ich unglaublich gute Physiotherapeuten und Ärzte. Volles Potenzial kann man nämlich nur erreichen, wenn man nicht alleine ist.

Ein anderer Punkt, den ich gerne ansprechen würde, ist die Dankbarkeit, die man hat, wenn man dem Tod wirklich ins Auge gesehen hat. Danach ist man einfach unglaublich dankbar, dass du noch leben darfst. Dann hast du jeden Tag eine ganz andere Wertschätzung und bist auch gewillt nochmal alles zu geben und du weißt: Schlimmer geht‘s immer. Oft haben wir nicht so einen Antrieb im Leben. Wir vergleichen uns oft mit anderen und schauen auf die, die noch besser sind als wir. Ich glaube, man muss sich vor Augen halten, dass es Millionen von Menschen gibt, denen es viel schlechter geht. In der Reha habe ich zum Beispiel viele Menschen kennengelernt, denen es noch schlechter ging. Daraus entsteht eine große Dankbarkeit, die einen dazu antreibt, das Beste aus dem Leben zu machen.

Hatten Sie keine Angst, dass so etwas noch einmal passieren kann?
Ich habe auf jeden Fall eine große Entwicklung gemacht. Ich liebe immer noch die Berge und den Bergsport, aber ich kann nicht mehr Wettkampf laufen. Früher ging es mir hauptsächlich darum, möglichst schnell auf dem Gipfel zu sein. Ich bin immer noch gerne draußen, aber ich habe den Beruf gewechselt. Vorher war ich eher nur als Model und Moderatorin unterwegs, jetzt ist mein Hauptstandbein hauptsächlich das Halten von Vorträgen. Weil das, was ich erlebt habe, einzigartig ist und ich das Gelernte, das für mich Reflektierte, weitergeben will. Ich glaube, dass es für jeden Menschen eine Bereicherung ist.

Haben Ihre Erlebnisse Sie denn nicht traumatisiert?

Ich habe absolut auch ein Trauma mit davon getragen. Beispielsweise habe ich Angst vor Kontrollverlust. Das hat aber nicht nur mit den Bergen was zu tun, sondern kann mir im alltäglichen Leben auch passieren. Da sind ganz verschiedene Situationen, wo ich genau an diese Todesangstsituation denken muss, die mich zum einen auch unglaublich bereichert hat und andererseits sehr schrecklich war.

Wie motivieren Sie sich?

Ich muss mich überhaupt nicht motivieren. Ich bin jeden Tag motiviert, aber vielleicht kommt es auch aus diesem Gefühl heraus, dass man merkt, dass das Leben endlich und sehr kostbar ist. Ich glaube, das Gefühl haben meistens ältere Leute. Mein Vater ist 86. Der weiß, dass jeder Tag wirklich ein Geschenk ist und dass man jeden Tag maximal nutzen sollte. Dass ich das so früh erleben konnte, ist für mich ein Geschenk. Und abends denke ich manchmal zurück und reflektiere, was an meinem Tag gut war. Daher mache ich alles gerne. Manchmal ist es halt nur schwer, alles unter einen Hut zu kriegen und sich mit Job, Kind und Haus, Zeit für Sport freizuschaufeln.

Warum haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden?

Es gibt für mich keine andere Option, als genau das zu machen, was ich gerade tue. Ich weiß, dass ich wirklich was Einzigartiges erlebt habe und ich möchte gerne meine ganzen Reflektionen und Gedanken, die im Nachgang entstanden sind, teilen und weitergeben.

Am Liebsten entspanne ich tatsächlich, wenn ich auf dem Berg bin, alleine in der Natur. Wenn ich nämlich Zuhause auf der Couch liege, dann kommen mir tausend Gedanke. Im Alltag ist ständig etwas los, daher ist es für mich Luxus auch mal alleine zu sein. Und das kann ich am besten, wenn ich in den Bergen bin.

 

Foto: Martin Erd