Das Immobilienjahr 2018 hält noch viele Überraschungen vor. Eine klare Prognose ist kaum möglich. Wird es noch teurer? Das ist wahrscheinlich. Wohl aber nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahren. Die Entwicklung wird  auch von der Regierungsbildung abhängen. Wird das neue Kabinett Eigentum stärker fördern? Veränderungen gibt es 2018 auch im energetischen Bereich. Was Sie wissen müssen, haben wir hier für Sie zusammengefasst. Von Julia Ceitlina

 

Was die Preisentwicklung anbelangt tappen viele Experten noch im Dunklen. Der Blick in die Glaskugel bleibt 2018 verschwommen, denn:  Ob es teurer oder günstiger wird hängt von vielen Faktoren ab. Z.B davon wer Deutschland künftig regiert und welches Regierungsprogramm aufgelegt wird. Fördert die neue Regierung das Bauen z.B über Erleichterungen bei der Grunderwerbssteuer, könnte die Preisspirale vielleicht sogar aufgehalten werden. Die Metropolen wie Berlin, München, Düsseldorf werden wohl nicht so starke Preissteigerungen verzeichnen wie zuletzt. In kleineren Städten könnten jedoch die Teuerungsraten höher ausfallen, denn dort sind die Potenziale gegeben.

 

Auch in 2018 werden die hohen Preise zumindest ein wenig durch die niedrigen Zinsen kompensiert werden. Auf der anderen Seite wird die Preissteigerung durch die niedrigen Zinsen und den Mangel an attraktiven Geldanlagen angeheizt. Das Tempo der letzten Jahre wird allerdings nicht mehr eingehalten, davon ist der Finanzdienstleister Dr. Klein überzeugt.

 

2018 unbedingt  Strompreise vergleichen

 

Der Anbieterwechsel lohnt sich immer, denn: Einzelne Anbieter werden die preise aller Voraussicht nach erhöhen müssen. Ein entscheidender Einflussfaktor für diese Entwicklung sind die unterschiedlichen Netzgebühren die Verbraucher je nach Region zahlen müssen. Entsprechend variieren auch die Stromkosten der einzelnen Anbieter. Wenn Ihr Stromanbieter die Preise erhöht, muss er seine Kunden auf die Änderungen und auf das Sonderkündigungsrecht hinweisen. In der Regel haben Sie zwei Wochen Zeit, den Anbieter zu wechseln.

 

Mehr Rechte für Häuslebauer

 

Bauherren haben seit dem 1. Januar mehr Rechte. Und zwar gegenüber Bauträgern und Handwerkern.  Häuslebauer sollen besser geschützt werden, vor allem beim Vertragsrecht. Neu ist das 14-tägige Widerrufsrecht von Bauverträgen. Allerdings mit dem Nachteil, dass sich die Bauzeit dadurch um 14 Tage verlängert. Grund: Die Betriebe werden erst nach Ablauf der Widerrufsfrist beginnen, um komplizierte Rückabwicklungen zu vermeiden. Verbraucher können sich außerdem über mehr Planungssicherheit freuen, denn die Bauzeit muss vertraglich festgeschrieben werden. Unklar ist welche Konsequenzen das Nichteinhalten  für die Bauträger haben wird.

Ökologisch Heizen wird belohnt

 

Seit Jahresbeginn erhalten Eigenheimbesitzer Fördergelder für das Heizen. Allerdings nur für Heizungen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Dazu zählen: Erdwärme-Anlagen, Hackschnitzelöfen oder auch Solarthermie. Diese können vor Vertragsschluss bzw. vor der Inbetriebnahme beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) direkt online beantragt werden. Antragsteller, die ihre Heizungsanlage letztes Jahr in Betrieb genommen haben, können den Förderantrag noch innerhalb von neun Monaten danach stellen. Alle weiteren Informationen zur Antragstellung finden Sie auf der Webseite: www.bafa.de

 

Mietpreisbremse kommt vor Gericht

 

Die Mietpreisbremse bleibt umstritten. Nach Urteil eines Berliner Gerichts werden Vermieter durch die Mietpreisbremse ungleich behandelt. Nun muss das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe darüber entscheiden. Abzuwarten bleibt auch, wie die neue Koalition mit der Mietpreisbremse im neuen Regierungsprogramm umgehen will.

 

Kaminliebhaber aufgepasst

 

Kaminliebhaber müssen 2018 Ihren Kamin eventuell außer Betrieb nehmen. Nämlich dann, wenn diese der Umwelt schadet. Grund dafür ist die zu hohe Staub- oder Kohlemonoxidbelastung die von alten Öfen ausgeht. Das neue Gesetz sieht vor, dass Kamine und Kaminöfen nur dann weiter flackern dürfen, wenn die aktuellen Grenzwerte eingehalten werden. Alternativ kann eine Umrüstung des Kamins vorgenommen werden. Den Nachweis über die Grenzwerte von Ihrem Kamin können Sie direkt vom Hersteller erhalten bzw. diese vom Schornsteinfeger messen lassen. Betroffen sind alle Kaminöfen, die bis einschließlich 1984 gebaut wurden.

 

Haben Sie Fragen zu den neuen Regelungen in 2018? Gerne geben wir Ihnen Auskunft.

 

 

 

Mieten oder kaufen? Viele Menschen mit eher kleinem Einkommen sind davon überzeugt, dass Sie für eine Immobilienfinanzierung nicht in Frage kommen. Doch die Banken sehen auch bei geringem Verdienst durchaus Möglichkeiten. Andreas Kunert, Verband Deutscher Pfandbriefmarken, analysiert für Banken Märkte, bewertet Immobilien und ist mit der Innensicht der Banken auf die Kreditvergabe vertraut. Im Interview spricht er darüber, was sich Geringverdiener leisten können, ob die Sorge über eine Immobilienblase berechtigt ist und dass gerade jetzt ein guter Zeitpunkt für den Verkauf der Immobilie ist. Ein Interview mit Andreas Kunert, Director Research bei der vdpResearch GmbH.

Von Julia Ceitlina

Können sich auch Geringverdiener den Wunsch nach den eigenen vier Wänden verwirklichen?

Andreas Kunert: Prinzipiell ist es für jeden möglich, eine Eigentumsimmobilie zu erwerben. Das Objekt darf halt nicht zu groß sein und muss dem Einkommen entsprechen. Man hat grundsätzlich immer die Möglichkeit zu sagen: Das Geld, was ich monatlich zur Miete zahle kann ich auch zum Finanzieren von meinem Kredit verwenden. Da wird die Bank auch nicht Nein sagen.

Die Nachfrage nach Wohnraum ist gestiegen, die Einkommen der Haushalte sind aber gleich geblieben. Welchen Einfluss hat das auf die Kreditvergabe?

In einer aktuellen Studie hat die vdp Research analysiert, dass zuletzt die Preise für selbst genutztes Wohneigentum stärker gestiegen sind, als die verfügbaren Einkommen der Haushalte. Zusammen mit den seit gut zwei Jahren fast gleichbleibenden niedrigen Kreditzinsen führt dies zu einer wieder ansteigenden Kreditbelastungsquote, die aber im langfristigen Vergleich nicht besorgniserregend ist. Anhand der Belastungsquote kann man berechnen, wie hoch die monatliche Rate sein soll und ob man sie sich auch leisten kann.

Wie wird festgestellt, ob ein Kunde sich eine Immobilie leisten kann?

Letztendlich bestimmt die Höhe des Eigenkapitals die Darlehenssumme und somit die Belastungsquote. Die monatliche Rate darf nicht zu hoch sein, daher muss man als Geringverdiener möglichst über Eigenkapital verfügen. Weiterhin ist wichtig, dass sich der Kreditnehmer in einer stabilen beruflichen Situation befindet und somit sicherstellen kann, dass die Raten beglichen werden können. Es gibt aber wegen des Zinstiefs auch 0%-Finanzierungen. Da wird dann kein Eigenkapital verlangt. Die Zinsen sind jedoch deutlich höher.

Es gibt viele Sichtweisen, den richtigen Wert einer Immobilie zu ermitteln. Sie haben als Dienstleister ja eher die Bankerbrille auf. Erscheint eine Immobilie in Ihren Augen nicht immer wie eine Hütte statt eines glanzvollen Hauses?

Es ist ja üblich, dass der Käufer die Hüttensicht hat, während der Verkäufer die Palastsicht vertritt. Die Aufgabe des Bänkers ist es, in diesem Fall die goldene Mitte zu finden, nämlich den Wert der Immobilie, der auch bei starken Marktbewegungen ein realistischer Mittelwert ist. Wir müssen Abstand nehmen von den subjektiven Meinungen der Marktteilnehmer. Das ist eine Zwischenposition quasi zwischen Palast und Hütte.

Es gibt ja derzeit eine große Kluft zwischen dem angenommenen Wert und dem eigentlichen Marktpreis der Immobilien. Daher befürchten Skeptiker eine Immobilienblase. Befinden wir uns wirklich noch im sicheren Bereich?

In großen Märkten wie in den Top7 Metropolen Deutschlands, also den Großstädten, kann man schon sagen, dass die Preise eine kleine Blasenbildung bereitstellen. Hier gilt es für die Banken, wachsam zu bleiben und bei der Kreditvergabe genau hinzuschauen. Wir warnen Banken, indem wir die Preisentwicklungen beobachten und Werte liefern, wie beispielsweise das aktuelle Preis/Miete Verhältnis oder Kennzahlen, die das Verhältnis von Einkommen und Kaufpreis aufzeigen. Aber wir befinden uns im Gegensatz zur USA noch auf sicherem Terrain.

Wenn die Preise gerade hoch sind, wäre sicher jetzt der richtige Zeitpunkt eine Immobilien zu verkaufen, oder?

Der Zeitpunkt ist gerade günstig. Allerdings spekulieren viele darauf, dass die Preise noch weiter steigen werden und es sich daher eher lohnt die Immobilie noch später zu verkaufen. Wenn man vor zehn Jahren gekauft hat, hat man heute einen ziemlich hohen Gewinn.

Der Todestag des berühmten Malers und Bildhauers Max Ernst jährte sich 2016 zum vierzigsten Mal. Was die wenigsten Besucher der zahlreichen Ernst-Ausstellungen wissen: Bei einigen der aufwendigen Exponate handelt es sich nicht um Auftragsarbeiten des Künstlers, sondern um Bauelemente seines Hauses in der südfranzösischen Ardèche, das er Ende der 1930er-Jahre bewohnt hat.

Von Anja Gröner

 

Vögel, Sirenen und Minotauren bevölkerten Haus und Garten, waren in das Mauerwerk eingearbeitet oder auf die Türen gemalt. Viele der Kunstwerke wurden später herausgelöst und gelangten über Umwege in Galerien und Museen — einzig das große Relief auf der Außenmauer des Hauses ist heute noch zu sehen.

 

Aus eintönig wird bunt

 

Zwar muss es nicht für alle daheim so exotisch zugehen wie bei Max Ernst — dennoch können Kunstwerke in der Bausubstanz eines Wohnhauses mehr bewirken als nur eine optische Abwechslung. Vor allem gemischt genutzte Gebäudeteile sind allzu oft rein funktional angelegt: Eintönige Hausflure und Treppenhäuser werden mit einem robusten Bodenbelag und einer Wandfarbe versehen, die nicht nach geschmacklichen Kriterien ausgesucht, sondern aus praktischen Gründen gewählt wurde. Dabei kann eine anspruchsvolle Wandmalerei oder eine Lichtinstallation Wunder bewirken, wenn sie symbolisch die Raumfunktion aufgreift — beispielsweise eine nach oben wuchernde Ranke oder ein Baum für den Treppenaufgang.

 

Kunst sorgt für Wiedererkennungswert

 

An der Außenfassade kann eine geschickt umgesetzte künstlerische Idee für Akzente im Stadtbild sorgen. Dabei ist weniger oft mehr: Im Gegensatz zu einem billig aufgetragenen, meterhohen Graffitibild kann eine originelle Skulptur oder eine kunstvolle Ätzung in den Glaselementen erfrischend wirken. Das steigert nicht nur den Wiedererkennungswert des Objekts, sondern es sorgt dafür, dass sich Anwohner — und solche, die es werden wollen — mit dem Gebäude identifizieren. Die Künstlerin Julia Bornefeld hat beispielsweise die Leipziger Wohnanlage „Interdruck-Palais“ auf dem Gelände des ehemaligen VEB Interdruck mit großformativen Mosaiken gestaltet. Durch Motivschriften griff sie dabei die Historie des Gebäudes auf, das einstmals als Druckerei diente. Vor den Wohnungen des „Carré Charlotte“ in Berlin-Charlottenburg steht als identitätsstiftendes Merkmal eine Schattenskulptur des Künstlers Stefan Szczesny. Der Maler und Bildhauer hat außerdem die Fassade mitgestaltet und Lichtobjekte und Wandreliefs für die Wohnanlage entworfen.

 

Gebäude die zum Leben erweckt wurden

 

Es müssen aber nicht immer nur künstlerische Elemente in ein architektonisches Konzept integriert werden. Manchmal wird das Gebäude selbst zum Kunstwerk. Innovative Hochhausprojekte stellen dies eindrucksvoll zur Schau — seien es die angewinkelten Tango-Türme in Hamburg oder das „Vierzylinder“ -Verwaltungsgebäude von BMW in München, das bereits in den 1970er-Jahren errichtet wurde. Auch für reine Wohngebäude bieten sich entsprechende Konzepte an.

 

Durch geschickte Fassadenöffnungen und eine ästhetische Formenkombination lässt sich bereits einiges erreichen. Doch es gibt noch ausgefallenere Möglichkeiten: In Madrid wurde an der Fassade eines Wohnhauses beispielsweise ein vertikaler Garten mit den verschiedensten Pflanzen angelegt. Im Mittelpunkt steht der Gedanke, Bekanntes und Außergewöhnliches miteinander zu vermischen, oder in dem Betrachter Eindrücke und Gefühle zu erwecken, die er aus einem anderen Kontext kennt.

Das kann zum Beispiel erreicht werden, indem die Planer einen Wohnkomplex so entwerfen, dass die architektonische Formensprache an eine Tribüne im Fußballstadion oder an einer Rennstrecke erinnert. Denn dann beschwört sie gleichzeitig die Emotionalität dieser Orte herauf.

 

 

Baukunst muss eine Geschichte erzählen

 

Egal ob durch die Architektur selbst oder mittels integrierter Elemente: Baukunst muss eine Geschichte erzählen und den Betrachter inspirieren können. Auch wenn es sich nicht um einen Kunstkenner handelt. Überhastete Schnellschüsse und lieblose Bilder, die als PR-Maßnahme vom günstigsten Anbieter ohne künstlerischen Mehrwert auf die Fassade aufgepfropft werden, halten den prüfenden Blicken nicht lange stand. Ein Projektentwickler sollte deshalb mit erfahrenen Malern, Bildhauern und Architekten zusammenarbeiten, die keine Scheu davor haben, sich abseits der ausgetretenen Pfade zu bewegen – und so dem Projekt ihren künstlerischen Stempel aufdrücken.

 

Gil Ofarim ist Rockmusiker, Schauspieler und Synchronsprecher. Und seine Leidenschaft für das Tanzen stellte er dieses Jahr in der Tanzshow Let‘s Dance unter Beweis. Am Ende ging er gemeinsam mit Ekaterina Leonova sogar als Gewinner von der Bühne. Für seine vielseitige Karriere ist der Künstler stets unterwegs. Umso bedeutsamer ist für ihn die Zeit mit der Familie in seinem Haus in München. Gils absoluter Traum: Ein eigenes Haus auf dem Land.

Von Julia Ceitlina

 

 

Müssen die Wände eines Musikers besonders schalldicht sein?

 

Kommt auf die Nerven der Nachbarn an.

 

Kam es schon mal vor, dass es Beschwerden gab, weil Du beispielsweise zu laut musiziert hast?

 

Eigentlich nicht wirklich wegen der Musik, sondern wegen der Menge der Damen vor meiner Haustür. Als ich noch etwas jünger war, zu Teenie-Zeiten, gab es Belagerungen von 50 bis 100 jungen Damen, die sich vor meiner Haustür tummelten und da kamen dann weder Fußgänger noch der Fahrradfahrer vorbei. Da haben sich die Nachbarn beschwert und haben es auch irgendwann geschafft, dass ich aus der Wohnung geschmissen wurde. Bei meiner Musik gab es bisher keine Probleme. Es ist halt wichtig, dass das Studio schalldicht ist.

Achtest Du darauf, bevor Du ins Haus ziehst, dass es sich auch für ein Studio eignen könnte?

 

Zuhause mache ich nicht so viel Musik, sondern gehe dafür dann eher ins Tonstudio.

 

Was vermisst Du am meisten an deinem Zuhause, wenn Du auf Tour bist?

 

In erster Linie natürlich die Zeit mit meiner Familie. Zuhause ist da, wo die Familie ist. Insgesamt wohne ich sehr gerne in dem Haus, in dem wir leben. Was nicht heißt, dass wir nicht irgendwann mal unseren Traum vom Eigentumshaus erfüllen wollen. Derzeit wohnen wir nämlich zur Miete. Das Leben zwingt uns zu unserem Glück. Vorher haben wir in der Münchner Innenstadt gewohnt mit Blick auf die Universität München, bis das Haus dann irgendwann wegen eines neuen Projekts abgerissen werden musste. Anschließend haben wir Ewigkeiten gesucht und in der Innenstadt nichts gefunden. Da kam dann die Frage auf — warum versuchen wir es nicht auch mal außerhalb von München? Lustigerweise kam der Tipp von einem Fan,  der extra einen Aufruf für uns gestartet hat.

 

Verwendest Du Smart-Home-Technologien?

 

Wir haben uns ein Home-Musik-System zugelegt und in jedes Zimmer eine Box gestellt — das ist großartig. Darüber spielen wir den ganzen Tag klassische Musik, was auch super für die Kinder ist.  Früher war das unglaublich umständlich mit den ganzen CDs. Ich hatte eine Sammlung von über 6.000, die ich immer von Umzug zu Umzug geschleppt und eigentlich auch nie verwendet habe. Von denen habe ich mich vor einigen Monaten endgültig getrennt. Inzwischen speichere ich alles in meiner Cloud und auf meinem Smartphone. Das gibt auch keine Probleme, wenn meine Frau zum Beispiel Bach und ich lieber Nirvana hören möchte. Auch über eine Sprachsteuerung haben wir bereits nachgedacht, aber das bereitet mir noch ein wenig Unbehagen.

 

Wenn Du also die Wahl hättest: Penthouse in einer Großstadt oder Haus auf dem Land, dann…

 

…definitiv ein Haus auf dem Land. Das Penthouse hatte ich nämlich schon. Unser größter Traum ist ein eigenes Haus mit großem Gärten oder ein Bauernhof im Umland von München, wo die gesamte Familie inklusive Eltern und Schwiegereltern Platz hat. Aber natürlich dauert das ja auch und man muss eine solche Immobilie erst mal finden.

 

Küche oder Wohnzimmer, welchen Raum magst Du lieber und warum?

 

Ich liebe  unser Wohnzimmer. Wir haben eine riesige, „L“-förmige Couch, die sich elektrisch herausziehen lässt. Das ist super für die Kinder. Wir haben schöne Wände mit tollen Farben. Außerdem lassen wir uns gerne von verschiedenen Kulturen inspirieren: Wir haben viele orientalische und indische Muster und Kissen, Elefanten, Masken, Buddhas und Kunstwerke. Hier ist schon sehr viel los, aber es fühlt sich insgesamt sehr stimmig an.

Was ist für Dich das absolute No-Go in puncto Einrichtung?

 

Ich bin kein Freund von Teppichböden. In meinem ersten Penthouse hatte ich nämlich damals einen weißen Teppichboden. Wie unvorteilhaft es ist, habe ich gemerkt, als ich mir eine Hündin angeschafft habe.

 

Stand für Dich immer fest, Künstler zu werden?

 

Es schlugen immer zwei Herzen in meiner Brust: Einerseits die Kunst oder die Schauspielerei, das Synchronsprechen und Tanzen, andererseits das Tennisspielen. Eigentlich wollte ich Tennisprofi werden. Ich habe in der deutschen Jugendauswahl gespielt bei Nicki Pilic. Dann ist der Sponsor irgendwann abgesprungen und ich habe andere Interessen entwickelt.

 

Es ist ja kein Selbstverständnis, neue Aufträge zu bekommen. Welche Strategie ist erfolgreich und wie schaffst Du es, immer oben zu bleiben?

 

Man kann nicht immer oben bleiben und immer nur oben bleiben, ist auch nicht gesund. Aus Erfahrungen lernt man im besten Falle und meine Devise lautet immer: Machen! Machen ist das A und O. Wenn man immer darauf wartet, dass ein Auftrag oder ein Job reinkommt, dann kommt man nicht weiter. Du musst Energie rausschicken, etwas selber bewegen.

 

Konkrete Beispiele?

 

Man muss proaktiv werden, akquirieren, Leute anrufen. Im Falle eines Musikers muss man gucken, wo man die Jobs herbekommt. Dazu gehört dann eben Songs schreiben und herumtelefonieren. Dasselbe gilt auch für das Schauspielern. Zuhause sitzen und auf ein Casting warten, bringt nichts.  Man muss aktiv auf Veranstaltungen gehen und sich mit Leuten austauschen. Damit setzt man etwas in Bewegung und so kommt auch etwas zurück.

 

Noch ein Satz zum Schluss?

 

Ja! Ich würde gerne hiermit einen Aufruf starten: Wir sind auf der Suche nach einem Haus auf dem Land in der Umgebung von München. Das Haus soll genug Platz haben für eine vierköpfige Familie und für ein Musikstudio. Wenn es also Makler gibt, die solche Objekte haben, bitte kontaktieren unter:

management@yvonneprobst.com

 

Zu hohe Preise schrecken potenzielle Käufer ab, während ein zu niedriger Preis für Sie von Nachteil ist, da Sie Ihre Immobilie unter Wert verkaufen. Die Kunst ist es, den besten Preis zu finden, der auf jeden Fall marktgerecht sein sollte. Aber wie geht das eigentlich? Bevor es zur eigentlichen Preisverhandlung im Kundengespräch kommt, muss zunächst der Wert einer Immobilie ermittelt werden. Die Wertermittlung sollte möglichst von einem Experten gemacht werden, der durch regelmäßige Praxis die nötige und realitätsgetreue Marktkenntnis hat. Wir haben fünf Tipps für Sie zusammengefasst, wie Sie bei der Preisermittlung vorgehen sollten: 

 

  1. Betreiben Sie Marktforschung

 

Um einen realistischen  Preis Ihrer Immobilie zu ermitteln, sollten Sie regelmäßig Preisangaben aktuell angebotener Häuser und Eigentumswohnungen in Ihrer Region beobachten. Diese finden Sie auf Immobilienportalen im Internet oder in Regionalzeitungen.

 

Aber Vorsicht: Die dort angegebenen Preise sind nur Angebotspreise. Angebotspreise werden von den Eigentümern selber festgelegt und sind oft auch von persönlichen und emotionalen Aspekten geprägt, die nicht immer der Realität entsprechen. Der finale Preis entsteht nämlich erst nach einem Besichtigungstermin und nachdem der Vertrag beim Notar unterzeichnet wurde. Wer bezüglich des richtigen Preises unsicher ist, sollte unbedingt einen Immobilienexperten zu Rate ziehen.

 

  1. Online-Bewertung

 

Eine weitere Möglichkeit, den Preis Ihrer Immobilie zu schätzen, ist die Online-Bewertung. Diese sollten Sie allerdings nicht als präzises Verfahren sehen, sondern lediglich als Orientierungshilfe, da in dem standardisierten System besondere Details zu Ihrer Immobilie nicht berücksichtigt werden, die den Preis nach oben oder unten korrigieren. Online-Bewertungstools finden Sie auf den Webseiten von den meisten Immobilienanbietern. In der Regel muss man in solchen Online-Bewertungen ein Formular ausfüllen, wo alle relevanten Daten zur Immobilie eingetragen werden müssen. Anschließend vergleicht das System das Objekt mit Marktdaten aus der Region. Auch hier möchten wir darauf hinweisen, dass dieses Verfahren keineswegs die professionelle Hilfe eines Immobilienexperten ersetzen kann.

  1. Ziehen Sie einen Profi zu Rate

 

Bei der Preisermittlung sollte man nichts dem Zufall überlassen, schließlich geht es hier darum, den bestmöglichen Wert aus Ihrem Verkauf zu erzielen. Ein Immobilienmakler hat die nötige Expertise um Ihnen bei der Preisermittlung zu helfen uns ist durch regelmäßige Praxis vertraut mit den Marktpreisen. Der Marktpreis einer Immobilie ist abhängig von Faktoren wie beispielsweise Lage und Bauart. Auch der Verkaufszeitpunkt ist zudem ein Kriterium — besonders in Zeiten von Niedrigzinsen und gestiegenen Preisen lohnt es sich, eine Immobilie zu verkaufen. Angebot und Nachfrage sind insofern von Bedeutung, da potenzielle Käufer oftmals bereit sind mehr auszugeben, wenn für eine Objekt eine besonders hohe Nachfrage besteht.

 

  1. Diese Aspekte sind entscheidend bei der Immobilienbewertung:

 

Lage der Immobilie

 

Die Lage der Immobilie zählt zu den wichtigsten Faktoren, wenn es um die Ermittlung des Immobilienwertes geht. Das kann man insbesondere daran erkennen, dass identische Objekte je nach Lage, preislich weit auseinanderklaffen. Je begehrter die Lage, desto höher der Immobilienwert. Beliebt sind zum Beispiele besonders exponierte Lagen wie Gebiete die nah am Wasser liegen oder Immobilien die zentral gelegen sind.

 

Zustand der Immobilie

 

In welchem Zustand befindet sich das Gebäude? Gibt es Sanierungsbedarf? Welche Renovierungen oder baulichen Veränderungen wurden bereits durchgeführt? Wie ist die Immobilie ausgestattet?

 

Diese Fragen sind wichtig, um den Wert Ihrer Immobilie zu ermitteln. Ein Fachmann kann Ihnen dabei helfen diese realistisch zu beantworten. Käufer sind vor Allem daran interessiert wie der Zustand der Heizungsanlage, der Fenster oder des Daches ist. Auch die energetische Information zur Qualität der Immobilie ist wichtig und kann aus dem Energieausweis entnommen werden. Die Grundflächenanzahl (GRZ) gibt an, wie dicht der Boden eines Grundstücks versiegelt und entsprechend überbaut werden kann und ist auch ein wichtiges Kriterium bei der Preisermittlung.

 

Die Kriterien auf einen Blick:

 

  • Lage
  • Grundstücksgröße
  • Sanierungszustand
  • Wohnfläche
  • Art der Immobilie
  • Ausstattungsstandard
  • Baujahr
  • Durchgeführte Renovierungen und bauliche Veränderungen
  • Mit angebotenes Inventar
  • Besonderheiten

 

  1. Das können Sie für den Werterhalt Ihre Immobilie tun:

 

Ein gepflegtes Haus kommt besser bei potenziellen Käufern an, als eins das offensichtlich verwohnt ist. Dazu zählen unter anderem vergilbte Tapeten, ein ungepflegter Holzboden oder Nikotingeruch.

 

Um mehr aus dem Verkaufspreis der Immobilie rauszuholen, lohnt es sich daher das Haus oder die Wohnung vorher etwas aufzufrischen. Frisch gestrichene Wände, etwas Deko und neue Vorhänge hinterlassen bei Interessenten einen deutlich besseren Eindruck. Als professionelle Serviceleistung nennt sich dieser Dienst „Home Staging“.

 

 

Tesla-Chef Elon Musk will mit seiner Raumfahrtfirma SpaceX schon in drei Jahren 100 Menschen zum Mars schicken und seinen Traum von der Marsbesiedlung verwirklichen. Doch wie können Menschen auf anderen Planeten wohnen und vor Eiseskälte und Weltraumstrahlung geschützt werden? Wie kann eine Raumfahrt möglichst komfortabel gestaltet werden? ESA Astronaut Reinhold Ewald spricht mit uns über Visionen und warum Architekten für künftige Missionen wichtig sind.

 Von Julia Ceitlina

Herr Ewald, Elon Musk will schon bald Menschen auf den Mars schicken. Ist die Raumfahrt eigentlich darauf vorbereitet, dass dann Millionen Kilometer entfernt Menschen wohnen müssen?

 

Reinhold Ewald: Die breite Mehrheit der Experten sagt, dass die Pläne von Elon Musk sehr ambitioniert sind, wenn man von der heutigen Technik ausgeht. Es muss allerdings noch einiges an der Ausrüstung des Marsraumschiffes getan werden, damit diese Pläne realisiert werden können. Die Agenturexperten sind sich daher auch einig, dass es noch mehr als zehn Jahre dauern kann, bis darauf wirklich gute und solide fundierte Antworten gegeben werden können.

 

Warum stellt sich überhaupt die Frage, andere Planeten zu  besiedeln?

 

Es ist vor allen Dingen der Wunsch, durch neue Methoden und Reisen Neues zu erfahren und über den Horizont zu schauen. Angetrieben durch eine Mischung  aus Neugier und „sich nicht zufrieden geben“ mit den Erklärungen, die man bereits vorfindet. Außerdem stellt sich beim Mars die Frage, warum auf der benachbarten Erde Leben entstanden ist und wir hier unter idealen Konditionen leben können, während der Mars offensichtlich diese Entwicklung nicht mitgenommen hat. Bei allen Bemühungen von Raumfahrzeugen und Rovern auf dem Mars hat man diesen Schlüssel noch nicht gefunden .

 

Wenn beispielsweise Mond oder Mars mit größeren Besatzungen besiedelt werden in absehbarer Zeit, beschäftigt solche Fragen eigentlich auch schon Architekten oder ist alles auf Funktion getrimmt?

 

Architekten kennen alle Elemente eines stabilen Baus auf der Erde. Eine Besatzung vor der auf den Mars auftreffenden Strahlung zu schützen, ist derzeit eines der Probleme, für die bislang keine Lösung gefunden wurde. Ich habe bereits mit Architekten und Architekturstudenten in Stuttgart einen jährlichen Workshop ins Leben gerufen, bei dem wir Raumstationen entwerfen. Da ist die Expertise der Architekten sehr gefragt zu Themen wie Funktion, Design und wie man Platz bestmöglich ausnutzen kann.

 

Wie kann man es sich im All gemütlich machen?

 

Es ist vermessen, wenn man sagt, wir bringen einen Ausschnitt der Erde in eine Raumumgebung. Die Leute, die momentan an Bord der internationalen Raumstation leben, nehmen sehr stark Einschränkungen an Komfort in Kauf.  Das ist für ein halbes Jahr auch durchaus erträglich. Natürlich möchte man die Seele in einem Raumfahrzeug gelegentlich erfrischen. Beispielsweise mit audiovisuellen Methoden oder indem man Virtual Reality und Ähnliches zur Darstellung heimischer Umgebung nutzt. Aber ganz wird man eine irdische Wohlfühlumgebung sicherlich weder in einem Raumschiff noch auf dem Mars zur Verfügung haben. Man denke ans Duschen, das wegen fehlender oder geringerer Schwerkraft nicht wie bei uns auf der Erde funktioniert.

 

Was wurde bisher getan um den Komfort für Weltraumforscher zu erhöhen?

 

Es ist nicht mehr so eng an Bord der internationalen Raumstation, wie es noch in den ersten Kapseln war. Die Transportkapseln bieten allerdings keinerlei Einrichtung, in denen man sich für längere Zeit wohlfühlen kann. An Science Fiction Filmen kann man sich meines Erachtens nach ganz gut inspirieren. Da sind schon Ideen dabei, die sich gut umsetzen lassen.

 

Welches Baumaterial kommt in Frage und wie wird es zum Mars transportiert?

 

Uns kommt natürlich zugute, dass das „Additive Manufacturing“, also der 3D Druck — die Fertigung von Modellen und Prototypen — bereits ziemlich fortgeschritten ist. Wenn man auf dem Mars solche Objekte errichtet, wird man nicht Stahlträger und Bespannungen mitbringen. Stattdessen wird man es direkt auf dem Mars erzeugen wollen, indem man den dort vorhandenen Staub, man nennt ihn „Regulit“, entsprechend in Baumaterial umwandelt und das Ganze dann schrittweise zu Bauwerken verbindet. Gerade auch für den Strahlenschutz können wir uns diese aus vorgefundenem Material gebaute Marshabitate vorstellen. Der Mars hat zum Beispiel auch Wasser. Ich habe schon Modelle gesehen, bei denen ein Iglu-artiges Gebilde auf dem Mars aus dort vorhandenem Wasser gesprüht wird. Die Temperaturen sind verlässlich unter dem Nullpunkt in vielen Regionen, so dass man sich ein Eishaus auch vorstellen könnte.

 

Ist im Weltall alles Smarthome?

 

Ja, da kommen wir noch hin. Zum einen wollen die Astronauten sich ja auch mal ausruhen und da übernimmt zum Beispiel schon jetzt eine Bodenstation die Kontrolle über die Raumstation. Diese kann nachjustieren und das Licht an- und ausschalten. Die Astronauten selbst lösen sich immer mehr von Kabeln und steigen zunehmend auf WiFi und kabellose Erfassungen von Messdaten über, die in der Zentrale zusammenfließen.

 

Man kann sich Raumfahrt auch nicht so vorstellen, dass das Neuste von der Messe auch gleich in den Raum kommt. Dort oben herrschen harsche Bedingungen wie Kälte und Hitze. Das Ganze wird durchgerüttelt, da kommt Strahlung auf, sodass mit all dem Abstand elektronische Neuheiten oder digitale Neuheiten dann erst auf der Raumstation Eingang finden.

 

Wem gehört eigentlich eine Immobilie, die auf dem Mars errichtet wird?

 

Sowohl Mars als auch Mond gehören keinem. Was zu skurrilen Dingen führt, weil man beispielsweise nicht in der Lage ist, den ursprünglichen Apollo 11 Landeplatz gesetzlich zu schützen. Wenn da jetzt jemand hinkäme, wäre das ein interessanter Rechtsfall, wenn die amerikanische Flagge fehlt. Auch beim Mars ist es so, dass es keine Eigentümer gibt. Es gibt allerdings eine Konvention, die darauf abzielt, den Mars und andere unberührte Himmelskörper nicht mit irdischen Keimen, Bakterien oder Lebewesen zu kontaminieren und somit das Ergebnis zu verfälschen, ob es denn vielleicht originäre, auf dem Mars entstandene Prüfformen von Leben gegeben hat.