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FAQ rund um die Immobilienfinanzierung
Was ist eine Immobilienfinanzierung?
Eine Immobilienfinanzierung bezeichnet die Finanzierung des Kaufs, Baus oder teilweise auch der Modernisierung einer Immobilie. Da die wenigsten Käufer den gesamten Kaufpreis aus eigenen Mitteln bezahlen, wird in der Regel Eigenkapital mit einem langfristigen Darlehen kombiniert. Die Immobilie dient der Bank dabei üblicherweise als Sicherheit.
Was ist der Unterschied zwischen Immobilienfinanzierung und Baufinanzierung?
Die Begriffe Immobilienfinanzierung und Baufinanzierung werden häufig synonym verwendet. Immobilienfinanzierung ist jedoch der umfassendere Begriff und schließt beispielsweise den Kauf einer bestehenden Wohnung oder eines Hauses ein. Von einer Baufinanzierung spricht man insbesondere bei der Finanzierung eines Neubaus, wobei der Begriff in der Praxis ebenfalls für klassische Finanzierungen von Bestandsimmobilien verwendet wird.
Wie viel Eigenkapital benötige ich für eine Baufinanzierung?
Wie viel Eigenkapital sinnvoll oder erforderlich ist, hängt von der persönlichen Situation, der Immobilie und den Anforderungen des Kreditgebers ab. Häufig empfiehlt es sich, zumindest die Kaufnebenkosten aus eigenen Mitteln bezahlen zu können. Mehr Eigenkapital kann den benötigten Darlehensbetrag reduzieren und sich positiv auf die Finanzierungskonditionen auswirken. Unter bestimmten Voraussetzungen sind aber auch Finanzierungen mit wenig oder ohne Eigenkapital möglich.
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Welche Nebenkosten entstehen beim Immobilienkauf?
Neben dem eigentlichen Kaufpreis sollten Käufer die Kaufnebenkosten berücksichtigen. Dazu zählen insbesondere die Grunderwerbsteuer sowie Notar- und Grundbuchkosten. Je nach Immobilie können zusätzlich Maklerkosten anfallen. Die genaue Höhe hängt unter anderem vom Bundesland, vom Kaufpreis und von der konkreten Immobilientransaktion ab.
Was bedeutet Sollzinsbindung bei einer Baufinanzierung?
Die Sollzinsbindung bestimmt, für welchen Zeitraum der vereinbarte Sollzins eines Darlehens festgeschrieben ist. Typische Zeiträume sind beispielsweise 10, 15 oder 20 Jahre. Eine längere Zinsbindung bietet eine höhere Planungssicherheit, während kürzere Zinsbindungen je nach Marktsituation andere Konditionen ermöglichen können.
Mit unserem Zinsrechner erfahren Sie, wie sich Ihre monatliche Rate unter Berücksichtigung der Sollzinsbindung ändern könnte!
Was bedeuten Tilgung und monatliche Rate?
Mit der Tilgung wird der aufgenommene Kredit schrittweise zurückgezahlt. Die monatliche Rate eines klassischen Annuitätendarlehens setzt sich aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil zusammen. Mit zunehmender Rückzahlung sinkt die Restschuld. Bei gleichbleibender Rate nimmt dadurch während der Zinsbindung der Zinsanteil ab und der Tilgungsanteil zu.
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Was ist ein Annuitätendarlehen?
Das Annuitätendarlehen ist eine der häufigsten Darlehensformen bei der Immobilienfinanzierung. Während der vereinbarten Sollzinsbindung bleibt die regelmäßige Rate grundsätzlich konstant. Sie besteht aus Zinsen und Tilgung und ermöglicht dadurch eine vergleichsweise gute Planbarkeit der monatlichen finanziellen Belastung.
Was ist eine Sondertilgung?
Eine Sondertilgung ist eine zusätzliche Rückzahlung außerhalb der regulären Kreditraten. Wenn der Darlehensvertrag entsprechende Sondertilgungsrechte vorsieht, können Kreditnehmer damit ihre Restschuld schneller reduzieren. Das kann die Laufzeit verkürzen und die insgesamt anfallenden Zinskosten senken.
Berücksichtigen Sie bei der Planung Ihres Kredits auch mögliche Sondertilgungen in unserem Zinsrechner!
Was ist eine Anschlussfinanzierung?
Ist am Ende der Sollzinsbindung noch eine Restschuld vorhanden, muss diese weiterfinanziert werden. Das wird als Anschlussfinanzierung bezeichnet. Kreditnehmer können dafür beispielsweise ein neues Darlehen bei ihrer bisherigen Bank abschließen oder zu einem anderen Anbieter wechseln. Eine weitere Möglichkeit kann ein Forward-Darlehen sein, mit dem sich Konditionen für eine zukünftige Anschlussfinanzierung bereits im Voraus vereinbaren lassen.
Worauf sollte ich bei einer Immobilienfinanzierung achten?
Bei einer Immobilien- oder Baufinanzierung sollte nicht ausschließlich der Zinssatz betrachtet werden. Wichtig sind unter anderem die monatliche Rate, der effektive Jahreszins, die Sollzinsbindung, die anfängliche Tilgung, Sondertilgungsmöglichkeiten und die voraussichtliche Restschuld. Außerdem sollte die Finanzierung ausreichend finanziellen Spielraum für laufende Kosten, Instandhaltung und unerwartete Ausgaben lassen.
Welche Unterlagen benötige ich als wirtschaftlich Selbstständige/r?
- Einnahmen-Überschussrechnung / Bilanzen
- Vollständige Betriebswirtschaftliche Auswertung per Jahresende
- Aktuelle Informationen zum laufenden Geschäftsjahr (z. B. BWA)
- Aktuelle Einkommenssteuererklärung (wenn Bescheid älter als 24 Monate)
- Eigenkapitalnachweis (z. B. Sparbuch, Aktien, Festgeld, Bausparvertrag etc.)
- Bestehende Kreditverträge (auch geschäftlich)
- Vermögensaufstellung Status Schulden–Guthaben
- Personalausweis
- Selbstauskunft / Vermögensaufstellung
Welche Unterlagen benötige ich als Arbeitnehmer?
- Lohnsteuerbescheinigung vom Vorjahr (bzw. die aktuellste)
- Lohn- oder Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate
- Eigenkapitalnachweis (z. B. Sparbuch, Aktien, Festgeld, Bausparvertrag etc.)
- Personalausweis
- Rentenbescheid
- Selbstauskunft / Vermögensaufstellung










